15. – 16. Juli 2017 : NRW-Jugendmeisterschaften U20, U18, U16

von Christian Rduch

Heidener Leichtathleten NRW-weit erfolgreich

Am Wochenende fanden in Bochum-Wattenscheid die Leichtathletik NRW-Meisterschaften der Jugendlichen statt. Mit knapp 1000 Teilnehmern aus über 200 Vereinen ist dies eine der größten Veranstaltungen dieser Sportart in Deutschland.
Insgesamt 7 Sportler der Leichtathletikabteilung vom FC Viktoria Heiden konnten sich im Vorfeld die Qualifikationsnormen sichern und sie erreichten nicht weniger als 8 Finalplatzierungen unter den ersten 8 Teilnehmern. Drei Mal reichte es gar für das Siegerpodest.

2017.07.16. - 19.16 - Koller_DSC_0615.3

v.l.n.r.: Kim Walnder, Hanne Michels, Louisa Meis, Tim Schnieders,
Jakob Heddier, Johanna Koller, Anna Schlagenwerth und Elena Sniers

Begonnen hat die Erfolgsserie mit dem 300 m-Lauf der Altersklasse W15, zu dem Anna Schlagenwerth mit der zweitbesten Meldezeit angereist war. Nach einem packenden Kampf auf der Zielgeraden mit der Siegerin Sarina Brockmann aus Löhne, stürzten beide vollkommen erschöpft über die Ziellinie. Letztlich fehlten Anna nach 41.21 Sekunden nur äußerst knappe 8 hundertstel Sekunden zum Sieg. Dennoch kann sie den Silberrang in ihrer Spezialdisziplin als bislang größten Erfolg verbuchen und sich gut gerüstet auf den Weg zu den Deutschen Meisterschaften im August machen.
Im späteren Wettkampfverlauf konnte sie sich über 80 m Hürden in neuer persönlicher Bestzeit von 12.30 Sekunden für den Endlauf qualifizieren und dort mit Platz 7 eine weitere Urkunde erringen. Einzig ihr 100 m Vorlauf verlief, nach der Vorbelastung durch den 300 m-Lauf, nicht optimal in einer Zeit von 13.24 Sekunden.

Zwei weitere Podiumsplätze hat vollkommen überraschend die erst 14-jährige Louisa Meis im Hochsprung, sowie im 80 m-Hürdenlauf der Klasse W14 erreicht. Gemeldet war Louisa im Hochsprung zuvor mit 1.56 m als Achte. In einem spannenden Wettbewerb kam sie nach und nach immer besser in Form und konnte ihre Bestleistung sogar zweimal hintereinander steigern. Mit Höhen von 1.58 m und schließlich 1.61 m wurde sie bei gleicher Leistung wie die Zweitplatzierte nur aufgrund der höheren Anzahl an Fehlversuchen auf Platz 3 verwiesen. Im 80 m-Hürdenlauf schaffte sie das Kunststück, sowohl im Vorlauf, als auch im Endlauf eine neue Bestleistung aufzustellen. Die Finalleistung von 12.50 Sekunden wurde mit dem Bronzerang belohnt.

Ebenfalls über 80 m-Hürden der W14 erreichte Johanna Koller nach einer persönlichen Bestzeit von 12.69 Sekunden im Vorlauf das Finale. Dort konnte auch sie abermals ihre Leistung steigern auf nun 12.58 Sekunden, was für Rang 4 reichte. In Anbetracht der Tatsache, dass sie mit einer Meldezeit von 12.98 Sekunden angereist war, ist dies eine äußerst erfreuliche Steigerung.
Auch in ihrer zweiten Spezialdisziplin, dem 100 m-Sprint, erreichte sie nur eine Hundertstel über ihrer Bestleistung in 12.90 Sekunden den Finallauf. In diesem sorgte dann ein leichter Gegenwind für etwas langsamere Zeiten. Jedoch bedeuteten 13.04 Sekunden einen ausgezeichneten 5. Rang in NRW.

Einen weiteren Überraschungserfolg gab es für Tim Schnieders im Hochsprung der Altersklasse MU20. Angereist mit einer Qualifikationsleistung von 1.85 m, übersprang er zunächst alle Höhen im ersten Versuch. Erst als eine für ihn neue Bestleistung von 1.87 m aufgelegt wurde, gönnte er sich den ersten Fehlversuch, bevor er im zweiten Versuch auch diese Höhe meisterte. Gemeinsam mit 2 weiteren Athleten, die ebenfalls 1.87 m sprangen, kamen ihm die wenigen Fehlversuche zu Gute, so dass am Ende der hervorragende 4. Platz zu Buche stand.

Auf den letzten Drücker hatte sich Elena Sniers in der Klasse W15 über 800 m für die Meisterschaften qualifizieren können. Mutig ging sie das Rennen über 2 Stadionrunden als Verfolgerin der schnellsten 800m-Läuferinnen aus NRW an, bevor sie in Runde 2 dann doch abreißen lassen musste. In einer Zeit von 2:33.13 min blieb sie zwar wenige Sekunden über ihrer Bestleistung, konnte aber dennoch mit dem Urkundenplatz 8 einen großen Erfolg verbuchen.

Als jüngster Teilnehmer der Viktoria qualifizierte sich Jakob Heddier über die 100 m in der Klasse M14 für die Meisterschaftsteilnahme. In einer Vorlaufzeit von 12.59 Sekunden blieb er bei leichtem Gegenwind nur knapp über seiner persönlichen Bestzeit. Diese Leistung bedeutete Platz 10 in der Gesamtwertung.

Einziger Wehrmutstropfen aus Sicht der Viktoria war die abschließende 4×100 m Steffel der WU16. In der Besetzung Kim Waldner, Louisa Meis, Anna Schlagenwerth und Johanna Koller ging leider ein Stabwechsel schief, so dass das Quartett das Rennen vorzeitig beenden musste. Da für die Staffel jedoch im August noch die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften ansteht, kann die verpatzte Generalprobe durchaus als gutes Omen für die Premiere auf nationaler Bühne angesehen werden.