13. – 14. Februar 2016 : Deutsche Senioren-Hallenmeisterschaften in Erfurt

Quelle: www.borkenerzeitung.de

Deutsches Silber in der Mitte des Lebens

Die Reise nach Erfurt zu den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Senioren in der Halle krönte Christian Rduch mit dem ersten nationalen Edelmetall seiner Karriere. In der thüringischen Landeshauptstadt lief der 45-jährige Heidener am Sonntag über die 400 Meter zu Silber.

bz_2016.02.13-14._ChristianRduch

Quelle: Borkener Zeitung / Foto: Birkenstock

„Das macht mich glücklich. Der hohe Trainingsaufwand hat sich dadurch gelohnt“, sagte Rduch nach Platz zwei auf Tartan über 400 Meter sowie jeweils fünften Plätzen über 60 und 200 Meter. „Ich habe gespürt, dass ich gut drauf bin und bin in allen Läufen fast exakt die Zeit gelaufen, die ich vorher für möglich hielt“, erklärt der Athlet von Viktoria Heidener, der es in der Mitte des Lebens nochmal wissen wollte. Über zwei Strecken lief der amtierende NRW-Meister über 800 Meter mit neuen persönlichen Bestleistungen über die Ziellinie.

Gegen 26 Konkurrenten musste er über 60 Meter antreten, erreichte in 7,71 Sekunden problemlos den Endlauf – und drückte dabei seinen erst vor vier Wochen in Düsseldorf aufgestellten persönlichen Rekord um neun Hundertstel. Im Erfurter Finale bedeuteten seine 7,73 Sekunden den fünften Rang. „Das war top“, so Rduch, der mit der Teilnahme am Endlauf eigentlich schon sein anvisiertes Ziel erreicht hatte.

Über 200 Meter blieb er in 23,70 Sekunden nur eine Hunderstel über seiner Bestmarke. Eine Zeit, die letztlich ebenfalls für ihn Rang fünf bedeuten sollte.

Über seine Paradestrecke, die 400 Meter, aber wollte er mehr. Und der Griff zum Edelmetall gelang ihm – in 54,12 Sekunden. So schnell war er noch nie über diese Distanz gelaufen. „Die M 45-Konkurrenz war die stärkste aller Altersklassen“, sagte Rduch, der sich an die Fersen des Titelverteidigers Kolja Ewert (TV Herkenrath) geheftet hatte. „Der lief in 53.40 Sekunden in einer anderen Liga“, sagte Rduch, der fast zwei Sekunden Vorsprung vor dem Dritten hatte – und nun, mit 45 Jahren, nationales Silber sein Eigen nennen darf.